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Arbeitsmarktdaten Dezember 2011

02.01.2012 Das neue Jahr beginnt mit leicht sinkender Arbeitslosenquote. Während in den letzten beiden Monaten die Arbeitslosenzahlen auch inklusive der SchulungsteilnehmerInnen gestiegen waren, konnte Ende Dezember ein Rückgang verzeichnet werden. 304.753 Arbeitslose (+2.474 oder +0,8%) und 55.830 SchulungsteilnehmerInnen (-5.518 oder -9,0%) ergibt in Summe 360.583 KundInnen des AMS (-3.044 oder -0,8%). Ende November war die Zahl der AMS KundInnen noch um 3.926 oder 1,2% angestiegen. Gleichzeitig wächst die Zahl der aktiv Beschäftigten mit +62.000 weiterhin sehr stark an. Fast 86.000 Arbeitslose und damit mehr als jede/r Vierte hat bereits eine Einstellzusage bei einem Unternehmen.

Die Arbeitslosenquote sinkt nach nationaler Berechnung um 0,1%auf 8,2% - nach Eurostat Daten - hier sind Saisonarbeitslose untererfasst - ist Österreich nach wie vor das Land mit der niedrigsten Arbeitslosigkeit in der EU mit 4,1%.

Mehrere Gründe können diese Verbesserung bewirken: Einerseits erleichtert die Wetterlage die Beschäftigung am Bau in weiten Teilen des Landes: dadurch sinkt die Bauarbeitslosigkeit um 7,3%. Andererseits, und das ist der erfreulichste Grund: die Konjunktur schwächte sich zum Jahresende offenbar weniger ab als von den Wirtschaftsforschern prognostiziert wurde: die Industriearbeitslosigkeit sinkt beispielsweise mit -3,5% wieder stärker als zuletzt. In den nächsten Monaten muss jedoch wieder mit schwächeren Arbeitsmarktdaten gerechnet werden, da vor allem die Lage am Bau ein Einmaleffekt ist, und die Zahl der offenen Stellen um 7,5% sinkt (im November lag der Rückgang allerdings noch bei 9%).

Das kräftige Beschäftigungsplus von 62.000 entfällt zu zwei Dritteln auf ältere Beschäftigte. Dadurch steigt die Beschäftigung in der Generation 50+ mit +39.000 oder 5,8% stärker als die Arbeitslosigkeit Älterer (+3.436, +5,5%). Bei den Männern sinkt die Arbeitslosigkeit um 1.942 und inkl. Schulungen sogar um 5.096 Betroffene. Bei den Frauen steigt die Arbeitslosigkeit auch unter Einbeziehung der SchulungsteilnehmerInnen leicht (+4.416 Arbeitslose, -2.364 Schulungsteilnehmerinnen, Summe: +2.052). Am Lehrstellenmarkt wächst sowohl die Zahl der Lehrstellen wie auch der Lehrstellensuchenden jeweils um 4,1%. AusländerInnen (+6,5% Arbeitslose) sind stärker von Arbeitslosigkeit betroffen als Menschen mit österreichischer Staatsbürgerschaft bei denen die Arbeitslosigkeit um 0,7% sinkt. Der Anstieg der Arbeitslosigkeit bei Behinderten ist vorwiegend auf die Einführung des Behindertenpasses und damit einer verstärkten Erfassung zurückzuführen. Die Zahl der Langzeitarbeitslosen sinkt um 19%.

Inklusive Schulungen sinkt in allen Bundesländern mit Ausnahme von Wien die Arbeitslosigkeit. Am stärksten ist der Rückgang in Vorarlberg.