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Vorsicht vor Kinderlebensmitteln

07.02.2012 Gerade die als "kindgerecht" beworbenen Lebensmitteln sind oftmals besonders ungesund.

Der deutsche VZBV (Verbraucherzentrale Bundesverband) weist auf eine Studie der Universität Hamburg hin, die darstellt, dass die Bewerbung von Kinderlebensmitteln seit der Einführung des Branchen-Selbstbeschränkungskodex im Jahr 2009 noch erheblich zugenommen hat und, dass gerade die als „kindgerecht" beworbenen Kinderlebensmittel die ungesündesten seien. Gemäß einer Umfrage glauben etwa 40% der Befragten, diese „Kinderlebensmittel" seien in Zucker-, Fett- und Salzgehalt an die Bedürfnisse von Kleinkindern angepasst. Genau das ist jedoch nicht der Fall.

Die „Extraportion Milch", die Wurst in Bärchenform oder das „gesunde Getreide-Frühstück", präsentiert von Comic-Helden und in knalligen Farben, entpuppen sich bei näherer Betrachtung in ihrer Zusammensetzung zum einen für die Bedürfnisse von Kindern gerade nicht geeignet, zum anderen schlicht überteuert.

Ein gesundes Kind ab dem Alter eines Jahres könnte - so die Expertenmeinung - am Familientisch mitessen und sollte den Geschmack von richtigem Obst und Gemüse kennenlernen, anstatt an künstliche Aromen gewöhnt zu werden.

In Deutschland wurde nun eine Diskussion um ein Verbot von an Kinder gerichtete Werbung für Lebensmittel mit ungünstigem Nährwertprofil entfacht. Zudem sollten auch Lebensmittel, die mit dem Argument beworben werden, für Kinder besonders geeignet zu sein, eine Nährwertkennzeichnung tragen.

Auch in Österreich werden viele Produkte für Kinder beworben, die für Kinder nicht geeignet sind, da sie - wegen des zu hohen Salz,- Zucker oder Fettgehalts - gerade nicht auf die Erfordernisse kindgerechter Ernährung Rücksicht nehmen und zu falschen Ernährungsgewohnheiten führen, die schwere gesundheitliche Schäden nach sich ziehen können. Aus diesem Grund erachtet die Konsumentenschutzsektion des BMASK strengere Werbebestimmungen für die Kinderwerbung für erforderlich.