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CSR
„Strikt nach seinem Wortlaut ist der Terminus „Corporate Social Responsibility" (CSR) mit „sozialer Verantwortung von Unternehmen" zu übersetzen. Angesichts der Weiterentwicklungen des Konzepts in den vergangenen Jahren und Jahrzehnten ist allerdings davon auszugehen, dass der Begriff heute in einem noch viel breiteren Zusammenhang verwendet wird und nicht mehr nur die Übernahme von sozialer Verantwortung durch Unternehmen, sondern auch durch Organisationen und die Politik beschreibt.„Durch unterschiedlichste Aktivitäten in diesem Bereich machen Unternehmen und Organisationen auf sich aufmerksam, wobei meist eine Verbesserung ihres Images im Vordergrund steht. CSR ist jedoch mehr als ein Marketinginstrument oder punktuelles Engagement." (Rudolf Hundstorfer, Bundesminister für Arbeit, Soziales und Konsumentenschutz, 2011)
Nach Auffassung des Bundesministeriums für Arbeit, Soziales und Konsumentenschutz (BMASK) bezieht sich der Begriff auf die freiwillige Selbstverpflichtung von Organisationen und Unternehmen, soziale Verantwortung zu übernehmen und über die gesetzlichen Mindestanforderungen hinausgehende Maßnahmen zu treffen, die soziale, ökologische und ökonomische Nachhaltigkeit fördern sollen.
„Soziale Verantwortung muss ganzheitlich in allen Dimensionen der Nachhaltigkeit gelebt werden." (Rudolf Hundstorfer, Bundesminister für Arbeit, Soziales und Konsumentenschutz, 2011)
Als ganzheitliche und langfristige Strategie verstanden, ist CSR nur dann erfolgreich, wenn es von der Organisations- bzw. Unternehmensführung ausgehend in die Organisations- bzw. Unternehmenskultur integriert wird, sich auf das Kerngeschäft erstreckt sowie die gesamte wirtschaftliche Wertschöpfungskette und daher auch beispielsweise Subunternehmen und LieferantInnen umfasst. Sowohl bei der Planung und Gestaltung, als auch bei der Umsetzung und Kontrolle von CSR-Maßnahmen kommt den relevanten Anspruchsgruppen wie ArbeitnehmerInnen und ihren Vertretungen (z.B. Betriebsrat), den Sozialpartnern, Nichtregierungsorganisationen, KonsumentInnen, InvestorInnen, LieferantInnen oder Betroffenen im lokalen und regionalen Umfeld des Betriebes eine grundlegende Rolle zu. Die aktive Einbindung von internen und externen StakeholderInnen in Form eines kontinuierlichen und intensiven Dialoges ist ein wesentlicher Bestandteil von CSR und kann daher nicht ausgespart werden. Im Sinne der Transparenz müssen Informationen über CSR-Aktivitäten vonseiten der Unternehmen und Organisationen sowohl verständlich und nachvollziehbar kommuniziert werden, als auch seriös und leicht zugänglich sein.
„Die Bewältigung gesellschaftlicher Probleme kann nur gelingen, wenn Politik und Wirtschaft gleichermaßen ihren Beitrag leisten." (Rudolf Hundstorfer, Bundesminister für Arbeit, Soziales und Konsumentenschutz, 2011)
CSR beschränkt sich nicht nur auf Unternehmen, sondern betrifft auch Organisationen im weiteren Sinn und damit ebenfalls Gebietskörperschaften und Körperschaften des öffentlichen Rechts, wie das BMASK. Insbesondere Letztere sollen eine Vorreiterrolle hinsichtlich sozialer Verantwortung einnehmen. Neben Mitgliedschaften und der aktiven Mitarbeit in für den CSR-Bereich relevanten Vereinen und Gremien, fördert das BMASK daher viele CSR-Projekte, die zur Weiterentwicklung beziehungsweise zur Verbreitung und Umsetzung des CSR-Konzepts dienen und setzt auch innerhalb des eigenen Ressorts CSR-Maßnahmen um, die in erster Linie Aktivitäten umfassen, die die Vorreiterrolle des BMASK in Bezug auf die Verbesserung der Arbeitsbedingungen und die Förderung von MitarbeiterInnen des BMASK weiter ausbauen.


