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Home Soziales CSR / Diversity CSR / Diversity: Strategien und Instrumente

Inhalt

CSR und Diversity

Ein Themenbereich, der untrennbar mit CSR verbunden ist, stellt Diversität dar. Soziale Verantwortung zu übernehmen bedeutet, Chancengleichheit für alle Teile der Gesellschaft zu fördern und dem Gedanken der Vielfalt einen besonderen Stellenwert einzuräumen. Betriebe, die sozial verantwortlich handeln, müssen jeglicher Art der Ungleichbehandlung durch gezielte Strategien entgegenwirken.

In seiner engsten Definition umfasst Diversität sechs Dimensionen:

  • Alter,
  • Behinderung,
  • ethnische Zugehörigkeit,
  • Geschlecht,
  • Religion oder Weltanschauung und
  • sexuelle Orientierung.

Diese Kerndimensionen spiegeln sich im österreichischen Recht, speziell im Gleichbehandlungsgesetz (GlBG), im Bundes-Gleichbehandlungsgesetz (B-GlBG) und dem Bundes-Behindertengleichstellungs- (BGStG) sowie dem Behinderteneinstellungsgesetz (BEinstG) wider, welche zum legistischen Zuständigkeitsbereich des BMASK zählen. Durch selbige Gesetze wird die Gleichbehandlung insbesondere in Bezug auf existenzsichernde Löhne und Gehälter, Sozialleistungen, Aufstiegschancen und Weiterbildungsmöglichkeiten für alle Teile der Gesellschaft gesichert. Das mittelfristige Ziel des BMASK ist es, nicht nur in seinem eigenen Wirkungsbereich, sondern ganz generell ein noch weiter gehendes gleichmäßiges Engagement in allen sechs Diversitätsdimensionen in Unternehmen und Organisationen zu fördern. Denn analog zu ernsthaft betriebenem CSR-Management geht Diversity Management über die rechtlichen Rahmenbedingungen zur Gleichbehandlung und Antidiskriminierung hinaus.

Weiters unterstützt das BMASK die in unserer Gesellschaft am stärksten von Benachteiligung betroffenen Gruppen mit speziellen Maßnahmen bei der Integration in den Arbeitsmarkt. Als Beispiele wären der Nationale Aktionsplan zur Gleichstellung von Frauen und Männern am Arbeitsmarkt, Beratungs-, Förderungs- und Qualifizierungsmaßnahmen für MigrantInnen, das Gütesiegel NESTORGOLD für alter(n)sgerechte Organisationen und Unternehmen sowie Programme des AMS und Beschäftigungskampagnen für Menschen mit Behinderung zu nennen.

Die gezielte Förderung und Integration von Vielfalt im eigenen Betrieb kann nur ein Vorteil sein. In einer globalisierten Welt sind Gesellschaft und Alltag von Vielfalt geprägt. Die systematische Abbildung dieser Realität in der eigenen Belegschaft, der Organisation bzw. dem eigenen Unternehmen erleichtert es auf die unterschiedlichen Bedürfnisse und Wünsche der verschiedenen Anspruchsgruppen außerhalb des Betriebes einzugehen.

Daher stellt auch die Diversitätsdimension Behinderung - insbesondere die Integration von Menschen mit Behinderung - ein sehr wichtiges Thema für das BMASK dar. Unter Federführung des BMASK soll bis Ende 2011 der Nationale Aktionsplan für Behinderte erstellt werden, welcher die Leitlinien der österr. Behindertenpolitik für die Jahre 2011 bis 2020 vorgeben wird.

Die Diversitätsdimensionen ethnische Zugehörigkeit und Religion werden ebenso wie sexuelle Orientierung vom BMASK durch die Förderung von spezifischen Projekten wahrgenommen. So übernahm Bundesminister Rudolf Hundstorfer im Jahr 2009 den Ehrenschutz für die erste Verleihung des meritus -Preises und ist 2011 auch Jurymitglied für selbigen. Dieser Preis wird auf Initiative des Vereins zur Förderung homo- & bisexueller Führungskräfte, austrian gay professionals (agpro), und der Interessensgemeinschaft lesbischer Führungskräfte, Unternehmerinnen, Expertinnen und Selbstständige, Queer Business Women (QBW) vergeben. Beweggrund für die Einführung des Preises ist die wirtschaftliche Realität, in welcher es noch immer (fast) keine Anreize für Unternehmen und Organisationen gibt, Aspekte der sexuellen Orientierung in ihre Unternehmenskulturen, Leitbilder etc. zu integrieren. Doch erst in einer Arbeitsatmosphäre, die sich durch gegenseitigen Respekt, Wertschätzung und Vertrauen - auch hinsichtlich der sexuellen Orientierung - auszeichnet, können alle MitarbeiterInnen ihr Potenzial vollständig abrufen und frei entfalten.

Weiterführende Informationen:

Pauser, N.; Wondrak, M. (Hrsg): Praxisbuch. Diversity Management. Wien, Facultas Verlags- und Buchhandels AG.