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Aktiv Altern
Die Bevölkerung wird nicht nur älter, sondern die älteren Menschen bleiben länger aktiv. Daher haben die SeniorInnen von heute auch andere Ansprüche an diesen Lebensabschnitt und suchen neue Herausforderungen. Viele ältere Menschen wollen ihr Wissen und ihre Zeit der Gemeinschaft zur Verfügung stellen und engagieren sich ehrenamtlich. Sie wollen auch nach ihrem Berufsleben in die Gesellschaft eingebunden sein und ihr direktes Lebensumfeld mitgestalten. Die Gemeinden spielen für das Wohlbefinden der älteren Menschen eine zentrale Rolle.
Unter aktivem Altern versteht man den Prozess der Optimierung der Möglichkeiten von Menschen, im zunehmenden Alter ihre Gesundheit zu wahren, am Leben ihrer sozialen Umgebung teilzunehmen und ihre persönliche Sicherheit zu gewährleisten, und derart ihre Lebensqualität zu verbessern.
Aktives Altern zielt auf eine Ausweitung der Lebenserwartung und Lebensqualität aller Menschen ab, auch derer, die schwach, behindert und pflegebedürftig sind. Weltgesundheitsorganisation 2002
Europäisches Jahr 2012
2012 wurde mit Beschluss des Europäischen Parlamentes und des Rates vom 14. September 2011 zum „Europäischen Jahr für Aktives Altern und Solidarität zwischen den Generationen" ausgerufen.
Das Jahr soll dazu dienen, die Schaffung einer Kultur des aktiven Alterns in Europa zu erleichtern, deren Grundlage eine Gesellschaft für alle Altersgruppen bildet.
In Österreich obliegt die Koordinierung dieses Jahres dem Bundesministerium für Arbeit, Soziales und Konsumentenschutz. In einem Nationalen Lenkungsausschuss wird derzeit das Arbeitsprogramm für 2012 entwickelt. Dabei ist geplant, in vier Schwerpunktbereichen: Arbeitswelt, Teilhabe, Gesundheit und Würde sowie Generationenbeziehungen Aktivitäten zu setzen. Nähere Informationen ab 2012 unter http://www.aktivaltern2012.at/
Seniorenfreundliche Gemeinde
2010 fand der Wettbewerb "Seniorenfreundliche Gemeinde Österreich" zum vierten Mal statt, gemeinsam veranstaltet vom Bundesministerium für Arbeit, Soziales und Konsumentenschutz mit der Volkshilfe und dem Pensionistenverband. Die Gemeinden spielen für das Wohlbefinden der älteren Menschen eine zentrale Rolle; sie stellen das unmittelbare Lebensumfeld dar. Es ist die kommunale und regionale Infrastruktur für ältere Menschen, die maßgeblich darüber entscheidet, wie aktiv, wie engagiert, wie gesund und wie integriert Seniorinnen und Senioren in Österreich leben können. Durch die Auszeichnung "Seniorenfreundliche Gemeinde 2010" wurden jene Gemeinden geehrt, die durch ihre vielfältigen Aktivitäten und ihr Engagement für die älteren Menschen sich besonders hervorheben.
Eine ausführliche Beschreibung der prämierten Gemeinde erhalten Sie hier
Modellprojekt GEMA - ULF
Die älteren Generationen verfügen über ein hohes Potenzial an lebenslang erworbenen Erfahrungen und Kenntnissen, denen im Rahmen dieses Projektes besonders Rechnung getragen werden soll. Aktives Altern in neuen sozialen Netzwerken schützt ältere Menschen in der Nachberufsphase vor Vereinsamung und trägt damit zur Förderung von gesundheitlichem und sozialem Wohlbefinden bei.
Im Rahmen des Modellprojektes "GEMA-Gemeinsam aktiv" wird ein unabhängiges Freiwilligenzentrum eingerichtet, das professionelle Infrastrukturen in der Vermittlung, Vernetzung sowie Aus- und Fortbildung von Freiwilligen bietet. Die Gemeinden - auf sie kommen mit dem demografischen Wandel besonders große Herausforderungen zu - sollen bei der Einrichtung von lokalen Drehscheiben für freiwilliges Engagement in Zusammenarbeit zwischen den Generationen unterstützt werden.
Mit einem Ideenwettbewerb soll die lokale Freiwilligenkultur innovativ und zukunftsweisend gesichert und ausgebaut werden. Von einer Expertenjury werden förderungswürdige Modellprojekte ermittelt, die dann über zwei Jahre finanziell und nachhaltig organisatorisch unterstützt werden.




