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Home Soziales Seniorinnen und Senioren Alternsbilder und Gesellschaft

Inhalt

Alternsbilder und Gesellschaft

Filmprojekt "Lebenssinn bleibt"

Im Vordergrund dieses Filmprojekts steht die Überzeugung, dass unterstützungsbedürftige Menschen im dritten und vierten Lebensabschnitt ein wertvoller Teil der Bevölkerung sind und dass (professionell arbeitende) Pflegende - ob als ehrenamtlich Tätige, Familienangehörige oder im beruflichen Kontext - einen unverzichtbaren Beitrag für den vollen Erhalt der Würde betreuungsbedürftiger Menschen leisten.

Im Film "Und a jeds leben is anders" werden keine Pflegehandlungen und Pflegetechniken beschrieben, sondern vielmehr dass der dritte und vierte Lebensabschnitt mit und ohne stärkere Beeinträchtigungen sinn- und wertvoll sind und dass eine professionelle Unterstützung und Begleitung für die individuelle und würdevolle Gestaltung dieser Lebensabschnitte einen wichtigen Beitrag leistet und dadurch ein autonomes und selbstbestimmtes Altern fördert.

Durch diesen veränderten Blickpunkt wird der grundlegende Beitrag der Betreuung und Pflege erfassbar, was wiederum zu einer Verbesserung des Images von Pflegenden beiträgt.

Die zentralen Botschaften des Films lauten:

  • Alter ist keine Last, alte Menschen sind kein Kostenfaktor.
  • Das Alter als Lebensabschnitt bringt Veränderungen, ist aber ebenso wertvoll für die Allgemeinheit wie andere Lebensphasen.
  • Alle Menschen haben ein Recht auf Selbstbestimmtheit, Eigenständigkeit und Würde.
  • Professionelle Pflege fördert aufgrund ihres Wissens und ihrer Kompetenz ein würdevolles Altern.
  • Pflegende Angehörige sind Betreuungs- und PflegeexpertInnen im familiären Kontext.

Als wichtiger Aspekt werden auch die Beziehungsmuster in der häuslichen Betreuung thematisiert, um auf die Komplexität der familiären Rollen und Strukturen hinzuweisen.

Das Filmkonzept wurde von der Forschungsgruppe Pflege & Altern(n) (fg-PA) entwickelt. Zum interdisziplinären Projektteam gehören Expertinnen und Experten, die sich in zahlreichen Studien, Vorträgen und Arbeitsgruppen mit dem Thema Alter(n) auseinandergesetzt haben: Dr.in Margit Scholta (Soziologin), Jutta Leitner (Sozial- und Gestaltpädagogin), Dr.in Claudia Pass (Soziologin), DDr. Severin Renoldner (Sozialethiker) und Dr. Karl Winding (Sozialpädagoge). Produziert wurde der Film von einer Absolventin und einem Absolventen der Kunstakademie Linz, Mag.a Janina Wegscheider und Mag. Martin Lasinger. Die Projektleitung hatte Pro Senectute Österreich inne, Auftraggeber war das BMASK

Der Film wurde am 1. Oktober 2009, anläßlich des Internationalen Tages der älteren Menschen präsentiert. Im Jahr 2010 finden in ganz Österreich Präsentationen statt, die von Pro Senectute Österreich begleitet werden (Informationen bei Pro Senectute Österreich, Tel. +43 (01) 4796161, E-Mail: buero@prosenectute.at; http://www.prosenectute.at/).