Inhalt
Alter(n)sforschung
Der Schwerpunkt der Altersforschung liegt in der angewandten Sozialforschung mit der Zielsetzung, die vielfältigen Lebensrealitäten älterer Menschen näher zu beleuchten, um die seniorenpolitischen Maßnahmen auf die tatsächlichen Bedürfnisse abstimmen zu können.
Hier steht Ihnen eine Auswahl der vom Ressort in Auftrag gegebenen Studien zu den Themen Senioren/Seniorinnen sowie Generationenbeziehungen zum Download zur Verfügung
Bildung im Alter
Möglichkeiten und Grenzen intergenerationellen Lernens - Anbieter und Angebote
Zur Feststellung des Bildungsangebots für ältere Menschen in Österreich wurde im Auftrag des Bundesministeriums für Arbeit, Soziales und Konsumentenschutz eine Studie über "Bildung im Alter. Die Praxis der Altenbildung in Österreich. Möglichkeiten und Grenzen intergenerationellen Lernens - Anbieter und Angebote" durchgeführt.
Aufgabe dieser empirischen Untersuchung war die Erhebung der Anbieter/innen und der Bildungsangebote in Österreich im Bereich der Bildung für ältere Menschen, die Erhebung der Zusammensetzung der Teilnehmer/innen, die Untersuchung der Auswahl der Unterrichtsmethoden sowie die Beschreibung von erfolgreichen Projekten unter dem Blickwinkel der Chancen, Möglichkeiten und Grenzen intergenerationellen Lernens.
Im Rahmen dieser Untersuchung wurden jene grundlegenden Daten erhoben, die für weitergehende Aktivitäten im Bereich der Bildung für ältere Menschen erforderlich sind. Die Ergebnisse dieser Studie sollen dazu dienen, im Sinne eines lebenslangen Lernens bereits bestehende erfolgreiche Modelle und bewährte Konzepte für Bildung im Alter im Hinblick auf Bildungsangebote und Unterrichtsmethoden bekannt zu machen sowie die Vernetzung der Anbieter/innen zu unterstützen und weiter zu entwickeln und jene Bereiche aufzuzeigen, in denen die Entwicklung neuer, zukunftsweisender Konzepte erforderlich ist.
Die Ergebnisse dieser Studie wurden mittlerweile in Buchform veröffentlicht:
Franz Kolland
Bildungschancen für ältere Menschen.
Ansprüche an ein gelungenes Leben
Wien 2005, LIT-Verlag
ISBN 3-8258-8413-9
Informelles Lernen
Ausgehend von der Annahme, dass das soziale Umfeld des älteren Menschen eine Vielfalt von Lernmöglichkeiten bietet und Lernumfeld sein kann, wurde in dieser Studie untersucht, von welchen Umständen es abhängt, dass diese Lernmöglichkeiten auch wahrgenommen werden, wodurch sie angeregt werden und unter welchen Bedingungen es zu erfolgreichem Lernen und zum Kompetenzerwerb für eine zufriedenstellende Gestaltung des Lebens im Alter kommt. Wesentlich ist, dass es dabei sowohl um das persönliche Wohlbefinden als auch um die soziale Integration geht.
Untersucht wurden Lernsituationen, vorhandene Kompetenzen, Lernstrategien und Lernbedingungen bzw. Auswirkungen der sozialen und finanziellen Situation auf Lernprozesse.
Konzepte zur Bildung im 3. und 4. Lebensalter
Ausgehend von der Notwendigkeit einer erfolgreichen Umsetzung des lebenslangen Lernens für Menschen in der nachberuflichen Lebensphase war es erforderlich, die neueren wissenschaftlichen Arbeiten zur Umsetzung des Konzepts des lebenslangen Lernens für ältere Menschen aufzuarbeiten. Dies insbesondere auch im Hinblick auf innovative Ansätze im Bereich der Entwicklung entsprechender Angebote und geeigneter Methodik/Didaktik, die zum Einsatz kommen soll.
Inhalt der Untersuchung ist die Analyse und Interpretation der Ansätze zur Theorie des lebenslangen Lernens in der neueren deutschsprachigen Fachliteratur und der dort enthaltenen innovativen Ansätze und die Ableitung von Erkenntnissen für die Förderung, Planung und Durchführung von Bildungsmaßnahmen für ältere Menschen sowie eventuellem Forschungsbedarf für die Situation in Österreich.
Seniorenbericht
Seniorenbericht 2000 - Bericht zur Lebenssituation älterer Menschen in Österreich
Der vorliegende Bericht wurde von führenden WissenschafterInnen aus den unterschiedlichsten Fachdisziplinen unter der Gesamtkoordination des Österreichischen Instituts für Familienforschung erstellt.
Datengrundlage für viele der behandelten Themengebiete bildete eine eigens dafür durchgeführte Mikrozensuserhebung.
Der Seniorenbericht beinhaltet einen umfassenden Befund der Lebenssituation älterer Menschen, zeigt die politischen Perspektiven der alternden Gesellschaft auf und gibt konkrete Informationen über die Kultur des Alterns und den Wandel des Altersbildes, über die materielle Lage der älteren Menschen und ihre Wohnsituationen, Lebensformen und Generationenbeziehungen, den Übergang vom Erwerbsleben in den Ruhestand, Gesundheit, Freizeit und ehrenamtliches Engagement, Bildung, Mobilität, Betreuung und Pflege, die besondere Situation der älteren Migrantinnen und Migranten sowie über die gesellschaftliche und politische Teilhabe älterer Menschen.
Damit bietet der 1. Österreichische Seniorenbericht eine solide Grundlage für die zukünftige Ausrichtung der österreichischen Senioren- und Generationenpolitik, die sich angesichts des Bevölkerungswandels der kommenden Jahre und Jahrzehnte zu einem sehr bedeutsamen Politikfeld entwickeln wird.
Neben der Sicherung des Pensionssystems und einer hochwertigen Qualität des Gesundheitssystems geht es insbesondere um die Stärkung der Generationensolidarität, um die Verbesserung der Mitsprache- und Mitbestimmungsmöglichkeiten älterer Menschen sowie um die Aufwertung des Ehrenamtes wie etwa durch Freiwilligenzentren und „GEMA Gemeinsam aktiv"-Drehscheiben und nicht zu letzt um die Unterstützung pflegender Angehörige und die Sicherung und Stärkung der Rechte von Seniorinnen und Senioren in Heimen und Pflegeeinrichtungen.
Die intensive Auseinandersetzung mit den Lebenssituationen und den gesellschaftlichen Rahmenbedingungen älterer Menschen ist heute eine Notwendigkeit, um die Herausforderungen der Zukunft gestalten zu können. Wie andere westeuropäische Industrieländer befindet sich auch Österreich in einer Phase des demographischen Wandels.Der Anteil der über 60jährigen Personen wird von derzeit rund 20 % auf 35 bis 38 % ansteigen. Nach Prognosen des Österreichischen Statistischen Zentralamtes werden bis zum Jahr 2035 je nach Entwicklung der Lebenserwartung zwischen 2,7 und 3 Millionen Personen im Alter von über 60 Jahren in Österreich leben.
Hochaltrige in Österreich
Ziel des Seniorenberichts zur „Situation der Hochaltrigen in Österreich" ist eine umfassende Darstellung der Lebenssituation der hochaltrigen Bevölkerung Österreichs. Dieser interdisziplinär angelegte wissenschaftliche Bericht soll unter anderem Informationen zur demografischen Entwicklung, den Lebensformen und der Wohnsituation, ökonomischen Situation, der Sicherheit im Alltag, zur Mobilität, gesellschaftlichen Teilhabe, zu gesundheitlichen Aspekten, Pflege und Betreuung, rechtlichen Aspekten liefern. Die Ergebnisse dienen als Grundlage für zukünftige politische Entscheidungen insbesondere im Bereich des Gesundheitswesens und der Sozialpolitik, um bereits jetzt ausreichende Maßnahmen für den erhöhten Bedarf in diesen Sektoren zu setzen. Bei der Gruppe der hochaltrigen Menschen handelt es sich um eine der am stärksten wachsenden Bevölkerungsschicht, im Zeitraum zwischen 2001 und 2030 wird die Zahl von 294.000 auf 590.000 Personen ansteigen.
Ältere Frauen
Frauen stellen in Österreich mehr als 50% der Bevölkerung. Ältere Frauen sind im Vergleich zu ihren jüngeren Geschlechtsgenossinnen und zu gleichaltrigen Männern in vielen Bereichen benachteiligt. Nach den Erkenntnissen der Europäischen Konferenz "Chancengleichheit für ältere Frauen in Politik und Gesellschaft" handelt es sich dabei vor allem um Benachteiligungen im Bildungsbereich, um ein höheres Armutsrisiko aufgrund des geringeren Verdienstes im Erwerbsleben, um die größere Arbeitsbelastung, sowie um die geringere Beteiligung an Entscheidungsprozessen.
Gender Mainstreaming in der Seniorenpolitik
Seitens des Bundesministeriums für Arbeit, Senioren und Konsumentenschutz wurde die erste Studie zum Thema Gender Mainstreaming in der Seniorenpolitik in Auftrag gegeben. Die Expertise enthält eine Übersicht über Gender Mainstreaming im allgemeinen, die die Fragen beantwortet, was Gender Mainstreaming ist und wie es sich zur Gleichstellungspolitik verhält, wie sich Gender Mainstreaming entwickelt hat und mittels welcher Maßnahmen und Instrumente Gender Mainstreaming umgesetzt werden kann.
Downloads:
-
Kolland.Lernbedürfnisse im Alter (PDF, 546 KB)
-
Kolland. Lernbedürfnisse.Zusammenfassung (PDF, 126 KB)
-
Kolland PPP Enquete LLL 30 11 2007 (PDF, 157 KB)
-
Simon. Konzepte zum LLL im 3. und 4. Lebensalter (PDF, 319 KB)
-
Simon. Konzepte zum LLL im 3. und 4. Lebensalter, Kurzfassung (PDF, 23 KB)
-
Seniorenbericht 2000, Langfassung (PDF, 3746 KB)
-
Seniorenbericht 2000, Kurzfassung (PDF, 412 KB)
-
Chancengleichheit älterer Frauen in Österreich, Tagungsdokumentation (RTF, 7036 KB)
-
Untersuchungsergebnisse Gender Mainstreaming in der Seniorenpolitik (PDF, 195 KB)
-
Hochaltrige in Österreich (PDF, 5041 KB)




